Peer Counseling - das ist Sockel und Fundament für die gesamte ZsL-Arbeit!
Der Begriff ist englisch und bedeutet: Menschen mit gleichen, ähnlichen oder gemeinsamen Eigenschaften (z.B. mit einer Behinderung) bieten an, andere Menschen in gleicher oder ähnlicher Lage (sogenannte "Peers") zu beraten und zu unterstützen (Counseling). Dieser Ansatz - Betroffene beraten Betroffene - findet sich in Selbsthilfegruppen und -Organisationen, z.B. wenn sich Arbeitslose, Frauen oder Dialyse-PatientInnen…, zusammenschließen. Alle erhoffen sich von dem Zusammenschluss, dass sie in der Gruppe oder dem Verein wegen der gleichen oder ähnlichen Erfahrung bei den Anderen mehr Verständnis finden, sich gegenseitig stützen können und Anregungen bekommen.
Diese Vorteile der Selbsthilfe machen sich die Berater und Beraterinnen des ZsL Mainz e.V. zunutze. Alle BeraterInnen, die nach der Methode des Peer Counseling zum selbstbestimmten Leben behinderter Menschen beraten, haben selbst eine Behinderung - wenn auch natürlich nicht immer die gleiche. Ihnen ist die Situation, mit einer Behinderung oder einer chronischen Erkrankung zu leben, bekannt, und deshalb können sie ziemlich leicht einen echten Bezug zu Ihren Themen herstellen und Ihre Probleme nachfühlen. Wir beraten nach der Überzeugung, dass allein Ihre Bedürfnisse und Ihre Wünsche im Mittelpunkt stehen. Eine Annahme im Peer Counseling ist, dass Sie als Ratsuchende mit Hilfe unserer Begleitung und Unterstützung in der Lage sind, Ihre Probleme selbst zu lösen. Wir stärken Sie und machen Ihnen Mut, Ihre Probleme kreativ und voller Energie selbst anzugehen und auch zu lösen (Empowerment).
Für die Beratung beim ZsL Mainz e.V. gibt es Grundsätze, und die orientieren sich hauptsächlich an den Vorstellungen eines selbstbestimmten Lebens für behinderte Menschen. Solche Grundsätze sind z.B.:
- Die Ratsuchenden in ihrem Recht auf gleichberechtigte Teilhabe am Leben zu unterstützen,
- Für Ratsuchende Wege aufzuzeigen, aus fremdbestimmenden Situationen herauszufinden
- Ratsuchenden Hilfestellung zu geben, ihre Interessen und Bedürfnisse durchzusetzen
Darüber hinaus wenden wir uns als gesonderte Zielgruppe an Menschen, die in einer Behinderteneinrichtung leben oder arbeiten.
