Das ZsL Mainz

Was heißt ZsL?

ZsL ist eine Abkürzung.
ZsL heißt:
Zentrum für selbst-bestimmtes Leben
behinderter Menschen

 

Was heißt Zentrum?
Zentrum ist ein Fremd-Wort für Mitte.
Oder Mittel-Punkt.

Zum Beispiel:
In einem Zentrum
können Menschen zusammen-kommen.

 

Was heißt selbst-bestimmtes Leben?

Selbst-bestimmtes Leben heißt:
Man entscheidet selbst.
Zum Beispiel:

  • Wie man leben möchte.
  • Wo man leben möchte.
  • Welche Unterstützung man möchte.

 

 

 Was macht das ZsL Mainz?

Das ZsL Mainz ist eine Beratungs-Stelle.
Für Menschen mit Behinderung und ihre Familien.

    Sie haben Fragen zum Thema Behinderung?
Zum Beispiel:

  •      Ich möchte alleine wohnen.
    Wie geht das?

  • Wo bekomme ich
    einen Schwerbehinderten-Ausweis?
    Was kann ich damit machen?

  • Ich brauche einen Fahr-Dienst.
    Wer bezahlt das?

Wir im ZsL Mainz haben Antworten auf Ihre Fragen.

 

 

Das ZsL Mainz ist eine Interessen-Vertretung.
Für Menschen mit Behinderung und ihre Familien.

Das heißt:

Wir setzen uns für die Interessen
von Menschen mit Behinderung ein.

Menschen mit Behinderung
haben die gleichen Rechte
wie Menschen ohne Behinderung.

Das steht in der UN-Behinderten-Rechts-Konvention.

Was heißt UN?
UN ist eine Abkürzung.
UN heißt:
United Nations
Das ist Englisch.
United Nations heißt in Deutsch:
Vereinte Nationen
Nationen sind Länder.

Vereinte Nationen bedeutet:
Viele Länder aus der ganzen Welt
arbeiten zusammen.
Sie haben die gleichen Ziele.
Zum Beispiel:

  • Es soll keinen Krieg geben.
  • Die Rechte der Menschen sollen beachtet werden.

Was heißt Konvention?
Konvention ist ein Fremd-Wort für Vereinbarung.
Eine Vereinbarung ist wie ein Vertrag.

Die UN hat auch einen Vertrag
für Menschen mit Behinderung gemacht.
Der Vertrag heißt:

UN-Behinderten-Rechts-Konvention.

In dem Vertrag steht:
Menschen mit Behinderung
sollen die gleichen Rechte
wie Menschen ohne Behinderung haben.
In allen Bereichen des Lebens.

Das ist aber noch nicht immer so.

Wir vom ZsL fordern:

  • Es soll keine Unterschiede mehr geben.
  • Menschen mit Behinderung gehören immer dazu.


 

 Warum gibt es das ZsL Mainz?

Einige Menschen mit Behinderung hatten eine Idee.

Sie wollten eine Beratungs-Stelle
für Menschen mit Behinderung machen.

Sie wollten:

Menschen mit Behinderung sollen

  • ihre Rechte kennen.
  • Unterstützung bekommen.
  • für sich selbst entscheiden.            
  • so leben, wie sie wollen.

 

Das ZsL Mainz gibt es seit 1993.
Heute arbeiten 33 Menschen beim ZsL.
19 Menschen haben eine Behinderung.



 

Beratung im ZsL Mainz

Für welche Themen gibt es Beratung?

Zum Beispiel:

  • Familie
  • Wohnen
  • Arbeit
  • Freizeit
  • Persönliche Assistenz
  • Anträge
    Zum Beispiel:
    • Für das Persönliche Budget
    • Für einen Schwer-Behinderten-Ausweis
  • Barriere-Freiheit

 

Wie ist die Beratung?

Menschen kommen zur Beratung in das ZsL.
Die Menschen nennt man so:
Rat-Suchende.

Die Beratung machen Berater.
Viele Berater im ZsL
haben in der Universität gelernt.
Viele Berater im ZsL
haben eine Behinderung.

 

Das ist uns wichtig bei der Beratung

Wir überlegen mit Ihnen zusammen:

  • Welche Dinge können Sie gut?
    Man sagt auch:
    Welche Stärken haben Sie?
    Welche Fähigkeiten haben Sie?

  • Was können Sie selbst tun?
    Wenn Sie ein Problem haben.

  • Wofür brauchen Sie Unterstützung?
    Damit Sie das Problem lösen können.
    Damit Sie gut leben können.

 

Es gibt eine besondere Beratung im ZsL:

Menschen mit Behinderung
beraten Menschen mit Behinderung.

Ein Beispiel:

Der Rat-Suchende ist Rollstuhl-Fahrer.
Der Berater ist auch Rollstuhl-Fahrer.
Der Berater weiß:
So ist es, wenn man im Rollstuhl sitzt.
Das ist gut für den Rat-Suchenden.
Er weiß:
Der Berater hat ähnliche Erfahrungen.
Der Berater sitzt auch im Rollstuhl.
 

Diese besondere Beratung
heißt in schwerer Sprache so:
Peer Counseling
Das ist Englisch.
Das spricht man so aus:
Pier kaunzeling

 

Interessen-Vertretung im ZsL Mainz

Was heißt Interessen-Vertretung?

Das heißt:
Wir vom ZsL setzen uns ein.
Für das,
was Menschen mit Behinderung brauchen.
Damit sie gut leben können.
In schwerer Sprache heißt das:
Wir vertreten die Interessen
von Menschen mit Behinderung.

 

Wie machen wir Interessen-Vertretung?
Wir sprechen mit Politikern:

  • Politik muss für alle Menschen gut sein.
    Es soll keine Unterschiede geben.
  • Menschen mit Behinderung
    sollen die gleichen Möglichkeiten haben
    wie Menschen ohne Behinderung.
  • Menschen mit Behinderung
    sollen ernst genommen werden.
  • Menschen mit Behinderung
    sollen selbst entscheiden können.

 

Wir machen Aktionen.

Zum Beispiel:

  • Aktion zum 5. Mai
    Der 5. Mai
    ist ein Tag für Menschen mit Behinderung.
    In ganz Europa.

    Am 5. Mai
    gehen Menschen mit Behinderung
    auf die Straße.
    Sie sagen laut ihre Meinung.
    Das nennt man auch so:
    Die Menschen protestieren.

    Darum geht es am 5. Mai:
    Menschen mit Behinderung
    sollen nicht schlechter behandelt werden
    als Menschen ohne Behinderung.
    Das ist ein Recht.

    So heißt der 5. Mai in schwerer Sprache:
    Europäischer Protest-Tag
    zur Gleich-Stellung behinderter Menschen

 

  • Aktion zur Selbst-Erfahrung
    Das bedeutet:
    Wir zeigen Menschen ohne Behinderung:
    So ist es, wenn man eine Behinderung hat.
    Zum Beispiel:
    • Menschen ohne Behinderung
      sollen mit einem Rollstuhl fahren.

    • Menschen ohne Behinderung
      sollen eine besondere Brille tragen.
      Mit der Brille können sie ganz schlecht sehen.

 

Wir sagen unsere Meinung.

Zum Beispiel:

  • Wir sind in verschiedenen Gruppen.
    Die Gruppen arbeiten zu besonderen Themen.
    Zum Beispiel:
    • Schule
    • Arbeit-Geber
    • Politik
    • Barriere-Freiheit
    • Werkstatt für behinderte Menschen
      Man sagt auch:
      WfbM

  • Wir schreiben Artikel in der Zeitung.
  • Wir sprechen im Radio.
    Oder im Fernsehen.